Die Menschen reagieren höchst unterschiedlich, wenn ich von meinem Buch erzähle und um was es da geht. „Ja, Träume sind etwas Schönes“, sagen die Einen und wollen damit ausdrücken: „Werd erwachsen“, oder „wach auf Mann und schau dich um!“

Zugegeben, es ist nicht gerade einfach, sich ein Traumleben vorzustellen, oder es gar realisieren zu wollen, wenn einen gerade die Schulden drücken, die Beziehung kriselt und jeder Montag damit beginnt, vom Wochenende zu träumen. Aber als Alternative zur positiven Veränderung gibt es nun mal nur das Verharren in der jetzigen Situation, und damit meistens automatisch eine weitere Verschlechterung.

Vielleicht kommt ja der Lottogewinn, der alles verändert, oder die gute Fee, die alles auf Null stellt und uns von vorne beginnen lässt, wer weiß. Mir selbst war das immer zu unsicher und das Leben zu kostbar um es mit dieser Art Hoffnung zu verschwenden. Okay – ich gebe zu, auch bei mir war das nicht immer so. Genauer gesagt habe ich ganz schön lange gebraucht um zu erkennen, was alles möglich ist.

Wenn ich heute zurückdenke, weiß ich, dass ich die nötigen Informationen schon im Teenager-Alter hatte. Ich habe das erste Buch von Tony Robbins „Awaken the giant within“ (Das Robbins-Power-Prinzip) schon mit 17 gelesen, gefolgt von Napoleon Hill und anderen. Ich habe über die Jahre unzählige Bücher gelesen, Hörbücher gehört und Seminare besucht. Nur die Verbindung ins reale Leben hat oft irgendwie gefehlt. Ich hatte zwar immer mal wieder einen Teil davon umgesetzt, ein paar Übungen gemacht, aber eher zusammenhanglos und ohne wirkliche Energie hinter meinen Zielen.

Heraus kamen dementsprechend mal mehr, mal weniger erfolgreiche Versuche vorwärts zu kommen, ohne dass ich genau hätte sagen können, wo das Ganze hinführt. Ich vermute mal, dass es vielen Menschen so geht. An Informationen und an Wissen kann es ja nicht mangeln, die sind in Hülle und Fülle vorhanden und greifbar. Eher schon am Overload, an der Handlungsunfähigkeit aufgrund einer Überdosis Information.

Tausend Theorien, Millionen erprobter Systeme, Myriaden von Lehrern, die alle der Weisheit letzten Schluss propagieren. „Folgt mir und Ihr werdet erlöst“, dieses Mantra ist keineswegs den Religionen vorbehalten, sondern lockt den Suchenden auch auf die Fährte weltlicher Glaubensrichtungen.

Da ist von spiritueller Kraft die Rede, die man sich erschließen soll. Andere reden von Tat- und Willenskraft, die alles entscheidend ist. Der nächste predigt Durchhaltevermögen. Vorwiegend die Amerikaner lieben es von harter Arbeit zu reden, während die Anhänger der östlichen Philosophie vom Loslassen überzeugt sind.

„Alles kommt zu dem der warten kann“, propagieren die Einen. „Warum warten“, sagen die anderen, „hol Dir das, was Du willst gefälligst selbst und gleich.“

Der Suchende bleibt verwirrt zurück und tut das, was man in solchen Situationen der Ratlosigkeit eigentlich immer tut – NICHTS.

Das Gefühl von Stillstand und „gelebt werden“ übernimmt langsam aber sicher die Kontrolle und wird, nach angemessener Zeit, zur Normalität. „So ist es halt. Was will man da schon machen? So ist der Lauf der Zeit. Anderen geht es ja auch nicht besser. Im Gegenteil. Es könnte schlimmer sein.“

Besonders der letzte Satz ist gefährlich. Es könnte schlimmer sein. Es gibt Menschen, die sind eindeutig schlimmer dran wie ich. Er ist gefährlich, weil er natürlich stimmt. Es ist fast immer die Wahrheit. Aber es ist auch ein Denkfehler. Was hat es denn mit ihrem Leben zu tun, dass Andere noch schlimmer dran sind? Was haben denn die Anderen davon, dass es noch einen oder eine mehr gibt, die unzufrieden ist? Was haben Sie davon, dass Andere schlimmer dran sind?

Wir ergeben uns in ein scheinbares Schicksal, das wir selbst geschaffen haben. Dabei haben wir immer und zu jeder Zeit die Möglichkeit Einfluss zu nehmen und unser Leben zu gestalten. Vorbestimmung gibt es lediglich in Form von Ausgangssituationen. Ein Teil dieser Ausgangssituationen haben wir schon bei der Geburt vorgefunden, ein anderer Teil wurde uns, in Form von Ereignissen in unserem Leben zugeteilt, oder ist uns widerfahren. Den ganzen Rest haben wir geschaffen. Unser heutiges Leben ist das Resultat aus unseren Vorgaben bei der Geburt, unseren „Schicksalsschlägen“ und unseren Entscheidungen, die wir getroffen haben.

Mit unseren Träumen und dem ernsthaften Entschluss unser Leben an diesen Träumen auszurichten und es dadurch zu gestalten, nehmen wir Einfluss auf den Verlauf unseres Lebens. Wir können nicht alles voraussehen was uns zustößt und auch nicht, was uns alles in den Schoß fallen wird, aber wir können unser Leben so gestalten, dass jeder Tag eine spannende Reise wird und das Leben mehrheitlich von Glück und Erfüllung bestimmt ist, unabhängig von der Erreichung aller Ziele.

Vielleicht ist es naiv, seine Zeit nutzen zu wollen um zu gestalten, statt seine scheinbare Pflicht zu erfüllen. „Na, das wäre ja toll“, sagte mir neulich erst wieder eine potentielle Interviewpartnerin am Telefon, „dann würden das ja alle machen, wenn das funktionieren würde.“

Mich erstaunen solche Sätze immer wieder. Zeigen sie doch das ganze Dilemma. Sich seine Träume bewusst zu machen und sich auch bewusst zu machen, was man genau will und warum und dann systematisch daran zu arbeiten indem man das tut, was man gerne tut – das scheint einfach zu einfach zu sein.

Dabei ist es alles andere als einfach – im Gegenteil – da hängen zahllose weitere Aspekte dran, die zuerst überwunden werden müssen. Aber es ist zugleich simpel in der Umsetzung. Es braucht kein Studium der Raketenwissenschaft und auch keine mehrjährige Findungsphase oder therapeutische Betreuung. Man startet einfach von da, wo man ist mit dem was man hat. Punkt.

Das erste und wichtigste Geheimnis ist die Erkenntnis, dass die Ausgangssituation keine wirkliche Rolle spielt. Ich will hier nicht die üblichen Beispiele, wie Nick Vujicic, oder anderen bemühen, die trotz widrigster Umstände zu ihrem Traumleben gefunden haben. Es ist natürlich nicht jedem alles möglich, aber das muss es auch nicht. Es ist aber jedem möglich, seine Talente und Neigungen zu leben und sein ganz persönliches Traumleben daraus zu basteln.

Mit weniger muss sich niemand zufrieden geben. Jeder kann sich mit weniger zufrieden geben, aber keiner muss das.

Darum geht es bei Wissen-ist-Macht.tv und darum geht es auch in komprimierter Form im Buch „Vom Traum zum Ziel – endlich nach meinen eigenen Vorstellungen leben“. Hier sind eigene Erlebnisse, Erkenntnisse und Blickpunkte eingeflossen, genau wie die Essenz aus über 60 Interviews mit Menschen, die ihren Weg gefunden haben und ihr Traumleben gestaltet haben oder es gerade gestalten.

Die wichtigste Erkenntnis daraus habe ich vorhin schon angedeutet: Es gibt keine Pauschallösungen und es gibt nicht DEN EINEN WEG zum Traumleben. Es gibt so viele Wege und Möglichkeiten, wie es Menschen gibt. Aber es gibt Werkzeuge und Erkenntnisse, die das Finden Ihres eigenen Wegs erleichtern und es gibt Anleitungen und Anregungen, wie Sie diesen Weg auch gestalten und gehen können – in ein glückliches und erfülltes Leben. Sie können Ihre Lebenszeit schließlich nur einmal einsetzen und müssen entscheiden für was Sie diese verwenden wollen.

Das Buch soll Ihnen helfen Ihr Traumleben zu realisieren, oder zumindest die Vielzahl Ihrer Möglichkeiten zu erkennen und Ihren persönlichen Weg in ein glückliches und erfülltes Leben zu finden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und viel Freude schon auf dem Weg.

Alles Gute
Ihr
Gerd Ziegler

PS: Das Buch kann bei Amazon oder unter www.vom-traum-zum-ziel.de bestellt werden.